PHYNE

Moderner Lifestyle geht auch nachhaltig!

Wir haben den sympathischen Co-Gründer und Geschäftsführer Andri Stocker zum Interview getroffen. Im Interview verrät er, wie er dazu kam ein nachhaltiges Modelabel zu gründen, wieso Mannheim die beste Stadt für das Startup  PHYNE ist, und welche Vision die junge Marke verfolgt.

Warum ‚PHYNE‘? Was bedeutet das?

Andri: Den Namen hat mein Gründungspartner Dirk Meycke entwickelt. Ursprünglich wollten wir, weil uns das minimalistische gefällt, mit einem Strich als Signet arbeiten. Dann kam die Idee auf, uns ‚The Hyphen‘ nennen. Der Name war allerdings schon belegt. Doch uns hat der Klang so gut gefallen, dass wir uns für ‚PHYNE‘ entschieden haben. PHYNE oder „fine“ steht im Englischen für „gut“ beziehungsweise „okay“. Damit drücken wir nicht aus, Weltverbesserer sein zu wollen, sondern stehen für einen guten, vernünftigen und verträglichen Lebensstil, der die Nachhaltigkeit immer im Hinterkopf hat.

Ihr wollt den Menschen die Nachhaltigkeit nicht „einprügeln“, sondern vermitteln das das über Kooperationen. Wie kam es dazu?

Andri: Das war ein Prozess. Das war uns von Anfang an nicht klar. Wir dachten, wir könnten über nachhaltige Produkte und die entsprechende Kommunikation darüber den Kunden erreichen. Doch das ging nicht. Noch weniger funktionierte, das schlechte Gewissen der Menschen anzusprechen. Letztlich haben wir uns gesagt, dass wir stärker auf das Moderne eingehen müssen, ohne den Zeigefinger zu erheben, um die Menschen zu erreichen. Das geht jedoch nur mit Kooperationspartnern, mit bewundernswerten Menschen, die zum Beispiel etwas ganz Besonderes tun oder können. Wichtig bei der Auswahl unserer Partner ist aber immer, dass diese auch den Nachhaltigkeitsgedanken mit sich tragen.

Als welchen Gründertyp würdest Du Dich beschreiben?

Andri: Ich glaube, dass ich eher der Organisator bin. Denn im Vergleich zu meinem Mitbegründer bin ich nicht kreativ. Zumindest ist es nicht meine Stärke, mit jemandem zusammen kreativ zu sein. Ich kann aber mit meinem betriebswirtschaftlichen Knowhow einem Kreativen den Raum und die Möglichkeit geben, sich zu entfalten. Deswegen sind wir ein sehr gutes Team.

Was ist das Besondere am Zertifikat „Grüner Knopf“?

Andri: Die Idee vom „Grünen Knopf“ liegt darin, dass der Endverbraucher versteht, was es bedeutet, ein nachhaltiges Produkt zu kaufen. Denn es gibt einen Dschungel an Zertifikaten, die zwar alle wichtig sind, deren Hintergründe man aber kaum durchblicken kann. Deshalb haben wir von Anfang an da mitgemacht. Das Ganze wurde von der Bundesregierung, dem BMZ ins Leben gerufen und extrem unterstützt, damit das bei den Menschen auch ankommt. Mit dem ‚Grünen Knopf‘ geben sie eine Art ‚Gewährleistung‘ auf die Produkte und das schafft beim Kunden Vertrauen. Auch wir finden die Idee richtig und wichtig.

Warum habt Ihr als Unternehmensstandort Mannheim gewählt?

Andri: Wir haben Mannheim gegen München abgewogen und gesagt: Mannheim ist besser! Ein Grund ist, dass unser Gesellschafter, die Good Brands AG, hier in Mannheim sitzt. Wir haben hier aber auch ein super Netzwerk und sind nah an anderen Modefirmen. Für uns stellte sich daher nie die Frage, den Firmensitz in eine andere Stadt zu setzen. Außerdem wird in Mannheim viel für die Nachhaltigkeit gemacht. Das kenne ich so von München nicht.

Das heißt, Ihr werdet zukünftig auch in Mannheim bleiben?

Andri: Definitiv!

Was steht als Nächstes bei Euch an?

Andri: Dieses Jahr wollen wir unsere Kooperationen ausweiten. Aktuell haben wir einige, auch bekannte Partner in der Pipeline, mit denen wir gerade Produkte entwickeln. Das geht beispielsweise in die Bereiche Kunst, Mode, Sport und Musik. Wir glauben, viele Menschen damit zu erreichen, die dann vielleicht erkennen, dass Nachhaltigkeit ganz cool sein kann. Für die nächsten fünf Jahre erhoffen wir uns, dass PHYNE mehr zu einer Lifestyle-Marke wird. Zurzeit bewegen wir etwas im Thma Mode. Und wenn das funktioniert, können wir gut wachsen. Und irgendwann müssen wir uns die Frage stellen, in welche Richtung es gehen kann. Welche Bereiche und Industrien brauchen diese moderne Nachhaltigkeit, damit sich etwas tut? Und wo können wir mit unserem Wissen helfen?

Kannst Du uns ein paar Kooperationspartner nennen, mit denen Ihr schon zusammengearbeitet habt?

Andri: Meistens sind das keine Firmen, sondern Personen. Wenn es Firmen sind, dann eher solche, die für andere Marken etwas produzieren. An aller erster Stelle kann ich da die Vogue nennen, mit der wir in Deutschland und in London zusammenarbeiten. Oder mit Persönlichkeiten wie den Schauspielerinnen Mina Tander, Chiara Schoras oder Susanne Wüst.

Danke Andri, für das spannende Interview!

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