Investor Roadshow im CUBEX ONE
Investor Roadshow im CUBEX ONE bringt Startups und Investor*innen aus der DACH-Region zusammen
Wie entstehen erfolgreiche Investments im HealthTech- und MedTech-Bereich? Eine entscheidende Voraussetzung ist der direkte Austausch zwischen innovativen Startups und den passenden Investor*innen. Genau hier setzt die Investor Roadshow an, die am 24. Juni 2026 im CUBEX Business Development Center in Mannheim stattfand.
Das CUBEX ONE als Ort für die Investor Roadshow
Das Veranstaltungsformat braucht den richtigen Rahmen und genau den bietet das CUBEX ONE. Als Business Development Center für HealthTech und MedTech vereint es moderne Labor-, Büro- und Veranstaltungsflächen mit einem starken Netzwerk aus Wissenschaft, Kliniken, Wirtschaft und Gründungsförderung. Als Teil von NEXT MANNHEIM bietet das CUBEX ONE damit optimale Bedingungen, um Innovationen mit den richtigen Partnern zusammenzubringen.
Das Format
Das internationale Format bringt ausgewählte Startups und Investor*innen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz in einem konzentrierten Rahmen zusammen. Ziel ist es, vielversprechende Unternehmen mit investmentbereiten Investor*innen zu vernetzen und so den Grundstein für zukünftige Finanzierungsrunden zu legen.
Die Investor Roadshow findet im Rahmen des Life Science Accelerator Baden-Württemberg bereits zum zweiten Mal in Mannheim statt. Das Format wurde gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern entwickelt und knüpft an die erfolgreichen Erfahrungen von Quest For Health aus Straßburg an. Die aktuelle Veranstaltung wurde gemeinsam mit Quest For Health sowie Baden-Campus – arise organisiert.
Die Auswahl der teilnehmenden Startups erfolgt über die Plattform des Healthcare Investors Club – einer gemeinsamen Investorenplattform der genannten Partner aus Frankreich, Deutschland und dem Innovation Office der Universität Basel. Dort wählen Investor*innen im Vorfeld gezielt die Unternehmen aus, mit denen sie ins Gespräch kommen möchten. Dadurch entstehen passgenaue Meetings mit einem klaren Fokus auf potenzielle Investments.
Anders als bei klassischen Pitch- oder Networking-Events steht bei der Investor Roadshow nicht die kurze Präsentation, sondern das intensive Kennenlernen im Mittelpunkt. In 25-minütigen Gesprächen erhalten die Startups ausreichend Zeit, ihre Technologien, Geschäftsmodelle und Wachstumsperspektiven vorzustellen. Gleichzeitig können Investor*innen gezielt in die Themen einsteigen, die für eine mögliche Beteiligung relevant sind.
Ein Rückblick auf den 24. Juni
Bei der diesjährigen Investor Roadshow trafen insgesamt 15 Startups aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf renommierte Investor*innen zusammen, darunter Diehl Ventures, der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und NextGen Ventures. Im Mittelpunkt stand die konkrete Identifikation investmentfähiger Startups und die Anbahnung möglicher Finanzierungen.
Alle 15 angemeldeten Teams waren anwesend, 11 davon physisch vor Ort. Die Investor*innen waren im CUBEX ONE auf 3 Räume verteilt und hatten jeweils 5 bis 6 Teams im Vorfeld ausgewählt, mit denen sie in 25-minütigen Gesprächen in den direkten Austausch gingen. Das Feedback zur Qualität der Teams fiel durchweg positiv aus.

Das Programm bot dabei mehr als nur bilaterale Gespräche: Gleich zu Beginn fand ein gemeinsames Plenum statt, bei dem alle Teams einen zweiminütigen Pitch hielten; so hatten alle anwesenden Investor*innen vom ersten Moment an einen Überblick, unabhängig davon, ob sie die jeweiligen Teams selbst ausgewählt hatten. Ergänzt wurde das Format durch sogenannte Reverse Pitches: Auch die Investor*innen stellten sich vor und präsentierten ihre Investmentschwerpunkte und -thesen. Ein Programmformat, das den Austausch von Anfang an auf Augenhöhe brachte.
Eine besonders positive Überraschung war die große Anzahl an französischen Teams, darunter Marie-Odile McKenney (H’ability) und Zaki Sellam, ein Gründer, der gleich mit zwei verschiedenen Biotech-Teams dabei war. Dass es immer wieder gelingt, Teams aus Frankreich nach Mannheim zu bewegen, zeigt, wie attraktiv das Format und die Region für internationale Gründer*innen geworden sind.
Die gute Stimmung und der intensive Austausch zwischen den Startup-CEOs selbst legten bereits den Grundstein für konkrete Folgepläne.
Ein Interview mit Dr. Bodo Brückner – Organisator der Investor Roadshow
Warum sind Formate wie die Investor Roadshow aus deiner Sicht wichtig für den Innovations- und Startup-Standort Mannheim?
Bodo Brückner: Ganz einfach: Ohne Investor*innen, keine Startups. Wenn Investor*innen vor Ort sind, realisieren die Startups, dass es sich lohnt, auch vor Ort zu sein, in Mannheim, in der Region. Es ist sehr wichtig, dass Investor*innen erkennen, dass man nicht nur in München, Berlin oder Hamburg spannende Startups findet, sondern, gerade im Bereich Life Science und MedTech, auch hier in der Region Mannheim und Heidelberg.
Welche Herausforderungen begegnen Startups aktuell bei der Suche nach Investor*innen?
Bodo Brückner: Kapital ist eigentlich immer knapp. Die Frühphasenfinanzierung ist bei uns aber doch eher gut aufgestellt, d.h. auch frühe Startups können finanziert werden. Das sieht anders aus, wenn es in Richtung Skalierung geht: ab 5 Mio. oder bei Biotech-Teams vielleicht 30, 40, 50 Mio. Euro. Da haben wir ein Problem. Die Franzosen beispielsweise beneiden uns dafür, dass wir viele Programme haben, die unseren Teams ermöglichen, bis zu 5 Mio. Euro zu bekommen, ohne Anteile abgeben zu müssen. Das Scheitern passiert eher in der späteren Phase. Wenn es dann Spätphaseninvestor*innen gibt, sind das oft amerikanische Investor*innen. Und die zieht es naturgemäß eher in die USA, den größten Gesundheitsmarkt.
Wird es eine Fortsetzung der Investor Roadshow geben?
Bodo Brückner: Ganz sicher.
Was würdest du Gründer*innen raten, die sich auf Gespräche mit Investor*innen vorbereiten möchten?
Bodo Brückner: Sich extrem gut vorzubereiten ist das Wichtigste. Das Pitch-Deck muss sitzen. Im besten Fall gibt es auch einen Data Room, also einen virtuellen Ort, an dem alle wesentlichen Daten gesammelt sind: z. B. frühere Finanzierungen, Cap Tables, Inkorporationsdokumente, IP und Patente. Wenn der Investor oder die Investorin etwas sehen möchte, muss man die Dokumente geordnet und kurzfristig bereitstellen können.
Außerdem: offen für Feedback sein und mit einem Learning Mindset reingehen. Man sollte auf keinen Fall direkt sagen, wie viel Geld man für wie viele Anteile möchte – das kostet Verhandlungsspielraum. IP (Intellektuell Property) muss gesichert sein, das Risiko muss so weit wie möglich rausgenommen sein, und der VC muss erkennen, dass es ein VC-Case ist. Dabei helfen auch Programme wie der Life Science Accelerator Baden-Württemberg, die Teams gezielt auf genau diese Gespräche vorbereiten.
Zum Pitch selbst: In den One-on-One-Gesprächen pitcht man meistens auch. Ein Pitch dauert ca. 7–10 Minuten und das Ziel ist nicht sofort ein Investment, sondern das zweite Gespräch. Dann wird es konkreter, und irgendwann führt der Prozess so weit, dass es zu einem Term Sheet kommt. Das ist das eigentliche Ziel.
Bis zur nächsten Investor Roadshow
Der Erfolg der diesjährigen Veranstaltung hat gezeigt: Das Format trifft einen echten Bedarf von Startups, von Investor*innen und dem Standort Mannheim. Die Resonanz der Teilnehmenden, die neuen internationalen Verbindungen und die bereits entstehenden Folgeprojekte sind Motivation genug, das Format weiterzuentwickeln und zu stärken. Die nächste Investor Roadshow wird kommen. Wir freuen uns schon darauf!
Bleibt gespannt und folgt uns auf unseren Kanälen, um keine News rund um das CUBEX ONE und die Programme von NEXT MANNHEIM zu verpassen.
