Mode auf höchster Bühne – und was das für den Standort Mannheim bedeutet

Wenn das Bundeskanzleramt zum Empfang für die Modebranche lädt...

Wenn das Bundeskanzleramt zum Empfang für die Modebranche lädt, ist das mehr als ein Termin im Kalender der Berlin Fashion Week – es ist ein Signal. Am zweiten Tag der Modewoche, die bis zum 5. Juli lief, hatten Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, Vertreter:innen der Branche ins Kanzleramt eingeladen, und wir waren mit der TEXTILEREI ebenfalls zu Gast. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz nahm sich Zeit für einen Austausch – ein klares Bekenntnis dazu, dass Mode als Wirtschafts- und Kulturgut auf Bundesebene ernst genommen wird, gleichrangig neben den anderen Sparten der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Es war erst das zweite Mal in der jüngeren Geschichte, dass die Branche auf diese Weise geladen wurde – nach einem Empfang 2018 unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Initiiert wurde der diesjährige Termin maßgeblich vom Fashion Council Germany, unter seiner Vorstandsvorsitzenden Christiane Arp und CEO Scott Lipinski.

Bereits am Vorabend hatten der Fashion Council Germany und die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe zum traditionellen Opening Dinner geladen – erstmals nicht in einem Restaurant, sondern in der Großen Orangerie des Schloss Charlottenburg. „Mode wird als Teil der Kultur, der Geschichte und der Gesellschaft erlebbar", brachte es Christiane Arp auf den Punkt.

Was das mit Mannheim zu tun hat

Diese Aufwertung der Mode auf Bundesebene ist kein abstraktes Ereignis für uns in der TEXTILEREI, dem Gründungszentrum für Mode & Textilwirtschaft von NEXT MANNHEIM. Sie bestätigt einen Kurs, den wir am Standort längst eingeschlagen haben: Mode und Textilwirtschaft sind Zukunftsbranchen – mit eigenem wirtschaftlichem Gewicht, eigener Innovationskraft und eigenem Anspruch auf Sichtbarkeit.

Genau diesen Anspruch untermauern wir 2026 mit einer historischen Neuerung beim MEXI, dem Mannheimer Existenzgründungspreis. Über 20 Jahre lang war der MEXI ein Preis für Gründerinnen und Gründer mit Unternehmenssitz in Mannheim. Jetzt öffnet sich erstmals eine Kategorie über die Stadtgrenzen hinaus: Die bisherige Kategorie Fashion wird zu Textile – und steht ab sofort Gründerinnen und Gründern aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz offen.

„Was mich am MEXI 2026 besonders freut: Wir trauen uns, die Spielregeln weiterzuentwickeln. Erstmals können sich Gründerinnen und Gründer aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz bewerben – ein klares Signal, dass Mannheim als Gründungsstandort über die eigenen Stadtgrenzen hinausdenkt", so Christian Sommer, Geschäftsführer NEXT MANNHEIM.

Bewerbungen sind noch Möglich bis zum 31.07.2026
Bewerbungen sind noch Möglich bis zum 31.07.2026

Das umfangreichste Preispaket im gesamten MEXI-Portfolio

Mit dem Fachmagazin TextilWirtschaft (DFV-Mediengruppe) aus Frankfurt konnten wir einen Hauptsponsor gewinnen, der der Kategorie Textile zusätzliches Gewicht verleiht. Das Preispaket ist entsprechend das umfangreichste im gesamten MEXI-Portfolio:

  • Mediapreis im Wert von 10.000 Euro sowie 2.500 Euro Preisgeld
  • Jahres-Mitgliedschaft im Fashion Council Germany
  • 3 Monate kostenloses Atelier mit Werkstattzugang in der TEXTILEREI
  • Kostenfreie, teilmöblierte Wohnung in der Mannheimer Innenstadt (gesponsert von Hildebrandt & Hees GmbH)
  • Ausstellungsfläche im innerstädtischen Pop-up-Store Hometownglory
  • Goldener Saison-Pass für Veranstaltungen am Hafen49

Damit reiht sich die Kategorie Textile ein in ein MEXI-Portfolio, das mit einem Gesamtpreisvolumen von über 50.000 Euro zu den finanziell stärksten Startup-Awards im deutschsprachigen Raum zählt – organisiert von der Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim gemeinsam mit NEXT MANNHEIM, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Specht.

Alle Finalistinnen und Finalisten erhalten ein professionelles, gesponsertes Pitch-Training mit der Agentur dreivondrei. Das Verfahren ist zweistufig: Auf eine Onepager-Einreichung folgt für die drei bestbewerteten Bewerbungen jeder Kategorie die Abschlusspräsentation vor der Jury. Die Bewerbungsphase endet am 31. Juli 2026, die große Preisverleihung findet am 17. September 2026 in Mannheim statt.

Wer in der Mode- und Textilbranche gründet – ob in Mannheim, Berlin oder anderswo in Deutschland, Österreich oder der Schweiz – findet in der TEXTILEREI und beim MEXI 2026 einen Startpunkt, der über eine Auszeichnung hinausgeht: Raum, Netzwerk und Sichtbarkeit für die nächsten Schritte.

Substanz statt Hype – das gilt für die Mode auf Bundesebene genauso wie für den Gründungsstandort Mannheim.